Rätselprinzessinnen und schlafende Schönheiten - Typologie und Funktionen der weiblichen Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm

von: Elke Feustel

Georg Olms Verlag AG, 2012

ISBN: 9783487420509 , 390 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 24,99 EUR

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Rätselprinzessinnen und schlafende Schönheiten - Typologie und Funktionen der weiblichen Figuren in den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm


 

Generationen von Lesern der Grimm’schen Märchen erinnern sich an Frauengestalten wie Dornröschen oder Schneewittchen, deren charakteristische Passivität von den jüngeren „Gender Studies“ als exemplarische Resultate weiblicher Sozialisation beschrieben worden sind. Ausgehend von der Entstehungs- und Druckgeschichte der Grimm’schen Sammlung liefert die vorliegende Untersuchung eine neue überzeugende Typologie der weiblichen Märchenfiguren. Dabei werden das Frauenbild Jacob und Wilhelm Grimms und das Rollenverständnis der Frau in der damaligen Gesellschaft eingehend untersucht.
Unter Rückgriff auf die Illustrationsgeschichte der Märchen gelingt der Autorin auch eine physiognomische Typologie der weiblichen Figuren. Die Auseinandersetzung mit der weit verzweigten Forschungsliteratur wird durch psychoanalytische und mythologische Interpretamente ergänzt. In exemplarischen Analysen von Aschenputtel und Dornröschen arbeitet die Autorin Besonderheiten des Erzählstils der Gebrüder Grimm heraus und führt deren Texte bis an die Gegenwartsrezeption, etwa bei Walt Disney, heran.

Generations of readers of the Grimms’ fairy tales remember female characters such as Sleeping Beauty or Snow White, whose characteristic passivity has been defined in recent gender studies as the typical result of female socialisation. Taking as its starting-point the development and printing history of the Grimms’ collection of tales, this study offers a new and convincing typology of female fairy-tale characters. Jacob and Wilhelm Grimm’s image of women and the contemporary understanding of a woman’s role in society are examined in depth.
Drawing on the history of the tales’ illustration, the author also develops a physiognomic typology of female characters. A discussion of the many branches of research is complemented by psychoanalytical and mythological interpretation. The author’s analyses of Cinderella and Sleeping Beauty reveal characteristics of the Grimms’ style and follows the history of the texts down to their contemporary reception, for example by Walt Disney.