Das deutsche Musikleben - Mit einer Einleitung zum E-Book von Andreas Eichhorn.

von: Paul Bekker, Andreas Eichhorn

Georg Olms Verlag AG, 2013

ISBN: 9783487421070 , 349 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

Mac OSX,Windows PC für alle DRM-fähigen eReader Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen für: Mac OSX,Windows PC,Linux

Preis: 79,99 EUR

Mehr zum Inhalt

Das deutsche Musikleben - Mit einer Einleitung zum E-Book von Andreas Eichhorn.


 

Paul Bekker (1882-1937) war zwischen 1910 und 1925 der einflussreichste deutschsprachige Musikpublizist. Bereits seinerzeit erschlossen sich die sprachliche Brillanz seiner Texte, die Plastizität und Unkonventionalität seiner Thesen einen Leserkreis, der weit über das engere musikalische Fachpublikum hinausging. Innerhalb der Musikkultur der Weimarer Republik stellte Bekker eine zentrale Figur dar. Nach seiner Entlassung als Intendant des Wiesbadener Staatstheaters aufgrund seiner jüdischen Herkunft im Jahre 1933 emigrierte er in die USA. Er starb am 7. März 1937 in New York.
Das Manuskript zu 'Das deutsche Musikleben' entstand im Frühjahr 1916; zu dieser Zeit befand sich Bekker mit seinem Regiment in Jeandelize (Frankreich). Ihm geht es in seiner Schrift darum, in einer als krisenhaft empfundenen kulturellen Umbruchsituation die Musikkultur seiner Zeit einer kritischen Begutachtung zu unterziehen und einen möglichen 'Soll-Zustand' zu entwerfen.
Was Bekkers Buch auch noch heute aus musikästhetischer Perspektive bemerkenswert macht, ist der theoretische Ansatz, den er für seine Darstellung entwickelt. Das Buch kann, wie Carl Dahlhaus es formulierte, als Entwurf einer 'verstehenden Musiksoziologie' angesehen werden. Damit gehört Bekker zu den Begründern der deutschsprachigen Musiksoziologie. Als theoretisches Fundament seiner Überlegungen fungiert das Basiskapitel 'Die Form', in dem Bekker erstmals einen rezeptionsästhetisch basierten Formbegriff entwickelt.
***
Paul Bekker (1882-1937) was the most influential music journalist writing in German between 1910 and 1925. The linguistic brilliance of his texts, and his vivid and unconventional ideas won him readers far beyond the narrow circle of professional musicologists. He was a central figure in the musical world of the Weimar Republic. In 1933 he was dismissed as intendant of the State Theatre in Wiesbaden on account of his Jewish ancestry and emigrated to the USA. He died on 7 March 1937 in New York.
The manuscript of Das deutsche Musikleben dates from the spring of 1916, when Bekker was with his regiment in Jeandelize (France). The aim of the work is to examine critically the musical culture of the day in a time perceived as a crisis of cultural upheaval, and to draft plans for a possible 'target state'.
What makes Bekker's book remarkable even today from an aesthetic perspective is the theoretical approach which he develops for his presentation. The book can be read as, in the words of Carl Dahlhaus, the outline of an 'understanding sociology of music'. This places Bekker among the founders of the discipline of music sociology in Germany. The introductory chapter 'Die Form' constitutes the theoretical basis upon which Bekker for the first time developed a concept of form based on the aesthetics of reception.