Musikgeschichte als Geschichte der musikalischen Formwandlungen - Mit einer Einleitung zum E-Book von Andreas Eichhorn.

von: Paul Bekker, Andreas Eichhorn

Georg Olms Verlag AG, 2013

ISBN: 9783487421049 , 257 Seiten

Format: PDF, OL

Kopierschutz: Wasserzeichen

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Preis: 59,99 EUR

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Musikgeschichte als Geschichte der musikalischen Formwandlungen - Mit einer Einleitung zum E-Book von Andreas Eichhorn.


 

In Paul Bekkers 'Musikgeschichte' verdichten sich die in seinen unmittelbar vorangehenden Schriften entwickelten Teilaspekte zu einer musikgeschichtlichen Gesamtschau, in die auch die Musik seiner Gegenwart integriert ist. Bekker ging es nicht um die Entfaltung musikgeschichtlichen Faktenreichtums, sondern sein Anliegen war es, dem Laien vorzuführen, 'wie wir Musikgeschichte überhaupt zu sehen und zu begreifen haben', und so die 'innere Gesetzlichkeit der geschichtlichen Erscheinung begreiflich zu machen.' Ausdrücklich setzte er sich von der 'darwinistischen' Vorstellung von 'Entwicklung' ab und vertrat demgegenüber das Prinzip des 'Wandels' bzw. der 'Metamorphose': 'Da die gestalterischen Kräfte als solche stets die gleichen sind, muss auch das Ergebnis im Wortsinne stets das gleiche sein. Lediglich die äußere Erscheinung wechselt.'
Fundamental ist seine Ausgangsthese, Musik sei 'ästhetisch stilisierte Klangempfindung.' Danach sind musikalische Prozesse, seien es Werke oder Aufführungen oder Rezeptionsweisen, Ausdruck einer spezifischen und sich im Laufe der Zeit wandelnden Klangwahrnehmung, die ihrerseits die spezifische 'Aktivierung' des musikalischen Materials bestimmt.
Nicht umsonst war Bekker (1882-1937) zwischen 1910 und 1925 der einflussreichste deutschsprachige Musikpublizist. Nach seiner Entlassung als Intendant des Wiesbadener Staatstheaters aufgrund seiner jüdischen Herkunft im Jahre 1933 emigrierte er in die USA. Er starb am 7. März 1937 in New York.
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In Paul Bekker's Musikgeschichte aspects of his most recent previous works are condensed into a synopsis of music history in which the music of his own time is also integrated. Bekker was not interested in producing a wealth of facts but sought to explain to a non-specialist audience. Bekker was not interested in reeling off a wealth of musical facts; instead he sought to explain to non-specialists, 'how we should view and understand the history of music' and thus 'make comprehensible the internal laws of a historical phenomenon.' He expressly distanced himself from the 'Darwinian' principle of 'development', supporting instead the principle of 'change' or 'metamorphosis': 'Because creative powers as such are always the same, their fruits must in a literal sense also always be the same.'
Fundamental to his argument is the basic theory that music is 'the aesthetically stylised perception of sound.' It therefore follows that musical processes, whether works or performances or reception, are the expression of a specific perception of sound which changes over time and determines the specific 'activation' of musical material.
Not for nothing was Bekker (1882-1937) the most influential music journalist writing in German between 1910 and 1925. In 1933 he was dismissed as intendant of the State Theatre in Wiesbaden on account of his Jewish ancestry and emigrated to the USA. He died on 7 March 1937 in New York.